Suchtberatungszentrum I - DROBS Magdeburg
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Suchtberatungszentrum I - DROBS beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche

„Vergessenen Kindern eine Stimme geben“ – DROBS bietet Unterstützung

12. Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtkranken Familien 14. bis 20. Februar 2021

Im Rahmen der Aktionswoche laden wir Kinder und Jugendliche, Eltern, pädagogische Fachkräfte und alle Interessierten oder Betroffenen besonders ein, sich bei uns über Hilfemöglichkeiten zu informieren und Hilfe in Anspruch zu nehmen: Hierfür stehen die Mitarbeiterinnen: Jana Valentin und Anita Neutag montags bis freitags von 9 Uhr bis 15 Uhr auch unter der zusätzlichen Telefonnummer: 0391/2536220 zur Verfügung.

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien lenkt jedes Jahr die Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Medien auf die mehr als 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter einem Suchtproblem ihrer Eltern leiden.

Die DROBS sieht in diesem Jahr die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie als eine besondere Herausforderung für Kinder aus suchtkranken Familien. Viele Elternteile sind z.B. in Kurzarbeit, arbeiten im Homeoffice oder sind unermüdlich in systemrelevanten Berufen tätig. All das stellt für Familien eine besondere zusätzliche Belastung dar. Natürlich auch für suchtgefährdete oder suchtkranke Elternteile. „Mit einem erhöhten Stresspegel, steigt auch der Alkohol- und Drogenkonsum oder auch die Rückfallgefahr “ weiß die Leiterin der Suchtberatungsstelle, Evelin Nitsch-Boek. Das kann gravierende Auswirkungen auf Kinder der suchtkranken Eltern haben. Für die Kinder und Jugendlichen bedeutet dies eine stärkere Bedrohung durch die Folgen der Sucht. Sie leiden unter einer zunehmend aggressiven Atmosphäre bis hin zur häuslichen Gewalt. Hinzu kommt für die Kinder und Jugendlichen  eine verstärkte Isolation, da Bildungs- und Freizeiteinrichtungen geschlossen sind und die Möglichkeiten, Abstand von dem Geschehen zu Hause zu nehmen, wegfallen oder nur sehr eingeschränkt nutzbar sind. Wichtige Vertrauenspersonen und Ansprechpartnerinnen in Kita, Hort, Schule und Freizeitclubs können nicht genutzt werden. Das soziale Netz ist fast ausschließlich auf die Familie begrenzt. Selbst bei Großeltern und Verwandten fallen Kontakte seit längerer Zeit schwer und wichtige Orte von Geborgenheit fehlen diesen Kindern im Lockdown.

Alle Telefonate sind vertraulich und auf Wunsch anonym. Alle Mitarbeitenden haben eine Schweigepflicht.

 

Download Pressemitteilung vom 11.02.2021